Bio-Streuobst
Bio-Streuobst

Poetisches

Eines musst du stets dir merken, 

wenn du schwach bist: Äpfel stärken!

Äpfel sind die beste Speise,

für zu Hause , für die Reise,

für die Alten, für die Kinder,

für den Sommer, für den Winter,

für den Morgen, für den Abend,

Äpfel essen, ist stets labend. 

Äpfel geben Kraft und Mut

und erneuern dir dein Blut.

 

Darum, Freund, so lass dir raten:

esse frisch, gekocht, gebraten

täglich ihrer fünf bis zehn! 

 

(Dichter unbekannt)

 

 

Apfelkantate


Der Apfel ist nicht gleich am Baum,
da war erst lauter Blüte.
Da war erst lauter Blütenschaum,
da war erst lauter Frühlingstraum
und lauter Lieb und Güte.

Dann waren Blätter, grün und grün,
und grün an grün nur Blätter.
Die Amsel nach des Tages Mühn,
sie sang ihr Abendlied gar kühn
und auch bei Regenwetter.

Der Herbst, der macht die Blätter steif,
der Sommer muss sich packen.
Hei, dass ich auf dem Finger pfeif:
da sind die ersten Äpfel reif
und haben rote Backen.

Und haben Backen, gelb und rot,
und hängen da und nicken
und sind das lichte Himmelsbrot.
Wir haben unsre liebe Not,
dass wir sie alle pflücken.

Und was bei Sonn und Himmel war,
erquickt nun Mund und Magen
und macht die Augen hell und klar.
So rundet sich das Apfeljahr,
 und mehr ist nicht zu sagen.


(Hermann Claudius)

 

 

Voller Apfel, Birne und Banane
Das XIII. Sonett

Voller Apfel, Birne und Banane,
Stachelbeere... Alles dieses spricht
Tod und Leben in den Mund... Ich ahne...
Lest es einem Kind vom Angesicht,

wenn es sie erschmeckt. Dies kommt von weit.
Wird euch langsam namenlos im Munde?
Wo sonst Worte waren, fließen Funde,
aus dem Fruchtfleisch überrascht befreit.

Wagt zu sagen, was ihr Apfel nennt.
Diese Süße, die sich erst verdichtet,
um, im Schmecken leise aufgerichtet,

klar zu werden, wach und transparent,
doppeldeutig, sonnig, erdig, hiesig -:
O Erfahrung, Fühlung, Freude -, riesig!


(Rainer Maria Rilke) 

 

DE-ÖKO-006
Deutsche Landwirtschaft

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© Brigitte und Konrad Naßl